Gelbe Punkte überführen Whistleblowerin

Gelbe Punkte überführen Whistleblowerin

Vermutlich aufgrund verräterischer Wasserzeichen in einem Dokument wurde, laut einem Bericht der Süddeutschen online, die Mitarbeiterin eines NSA-Dienstleisters verhaftet. Die 25-jährige hatte Journalisten ein internes Dokument zugespielt, das die Beteiligung des russischen Geheimdienstes an einem Hackerangriff auf den Hersteller der Software, die bei den vergangenen Wahlen zum Einsatz kam, belegt.

Die umstrittene Technik MIC (Machine Identification Code), die die Whistleblowerin überführte, wird, was den meisten Nutzern unbekannt ist, von nahezu allen großen Druckerherstellern angewendet. Ursprünglich wurde sie für die Aufklärung von Geld- und Dokumentenfälschung entwickelt. Auf jeder farbig gedruckten Seite befinden sich Wasserzeichen-ähnliche kaum sichtbare gelbe Punkte, auch Tracking Dots genannt. Mit ihrer Hilfe kann nachvollzogen werden, wann und von welchem Gerät die Seite gedruckt wurde.

Schon 2004 erhielt z.B. Canon Deutschland für dieses Vorgehen den berüchtigten „Big Brother Award“, weil die Kunden nicht darüber informiert wurden, dass die Drucker mit einer Technik ausgerüstet waren, die jede Kopie nachverfolgbar machte.

Tatsächlich hätte auch der Whistleblowerin Reality Winner mehr Aufklärung geholfen: mit einem Schwarz-Weiß-Drucker wäre die Nachverfolgung wesentlich schwieriger geworden.

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