Itil - Rettung oder Regulierungswut?

(www.computerwoche.de) Die IT Infrastructure Library (ITIL) hat Anfang der 90er Jahre den längst überfälligen Umschwung von der Technikzentrierung zur Prozessorientierung angestoßen. Nun droht die Überregulierung.

Wo früher Techniksilos das integrierte Zusammenwirken aller IT-Spezialabteilungen bremsten, entstehen heute oft Prozesssilos. Im Extremfall werden die einzelnen Itil-Prozesse mit großem Aufwand eingeführt und in mehreren Schritten optimiert, während gleichzeitig das Zusammenwirken aller Itil-Prozesse durch die entstehenden Prozesssilos gehemmt wird. Die Gründe dafür sind zahlreich: Trotz Itil gibt es weiterhin unterschiedliche Begrifflichkeiten, die organisatorischen und hierarchischen Abgrenzungen sind lückenhaft, Abläufe wurden bürokratisiert und dadurch umständlich, divergierende oder nicht kompatible Tools sowie inkonsistente Datenbestände erschweren die Steuerung und Unterstützung des Servicebetriebs. Und nicht zuletzt verhindern unzulänglich konzipierte, ausschließlich auf Kosteneinsparung fixierte Outsourcing-Versuche eine sinnvolle Auslieferung von Services. Als Reaktion auf die Klagen der Serviceabnehmer und –kunden wird oftmals die Prozessdefinition nochmals verschärft. Damit steigt die Tendenz zur Überregulierung, die sich möglicherweise bis zur Regulierungswut ausweitet, wenn sich auch nach einer strengeren Abstimmung noch immer keine wesentlichen Verbesserungen ergeben, etwa in Form von geringeren Service-Ausfallzeiten. Lesen Sie den gesamten Artikel in der Computerwoche. hier