ITSMF Studie belegt: 41% der Unternehmen nutzen Configuration Management Lösungen

Die Quote der Firmen, die sich für Configuration-Lösungen entschieden, stieg damit in den letzten zwei Jahren um 15 Prozent. Grundlage dieser Studie sind Ergebnisse aus Befragungen von 300 IT-Leitern beziehungsweise Verantwortlichen für das Configuration Management großer und mittelständischer Unternehmen, die die RAAD Research im Auftrag des iTSMF zwischen November 2009 und Januar 2010 durchgeführt hat.

Die Bereitschaft in den Unternehmen, ein weitreichendes Configuration Management einzusetzen, wird laut iTSMF umso größer, je komplexer die firmeneigene IT-Landschaft ist. Bei einfachen IT-Strukturen werden eher Teilaspekte wie z.B. Asset- und Lizenzmanagement oder Inventarisierung der IT-Betriebsmittel umgesetzt.

Antrieb beinahe aller Organisationen für eine Einführung ist dabei, Transparenz in die von ihnen eingesetzten Betriebsmittel zu bringen. Treibende Kraft sind dabei in zwei von drei Fällen das IT-Management, gefolgt vom operativen IT-Betrieb. 70 Prozent der Befragten wollen Fehler bei geplanten Änderungen von Komponenten und Anwendungen nachvollziehen können, 73 Prozent ein Asset- und Lizenz-Management einführen. Wie die Studie belegt, werden diese Ziele zu mehr als 95 Prozent erfüllt.

Unternehmen ohne eigenen Bedarf nach Configuration Management sind demnach deutlich unzufriedener mit ihrer IT-Ressourchen- und Finanzplanung: “Durch zunehmenden Kostendruck und die Konkurrenz externer Dienstleister wird dieser Aspekt für IT-Organisationen in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Unternehmen, die ein Configuration Management eingeführt haben, sind in punkto Ressourcenplanung und Kostentransparenz deutlich besser aufgestellt“. sagt Steven Handgrätinger, Vorstandsvorsitzender des iTSMF Deutschland e.V.

Ganz ohne Hindernisse gelingt die Einführung dennoch nicht: Vor allem die Komplexität des Themas und den hohen manuellen Aufwand erwähnen die Befragten, ebenso wie die Notwendigkeit permanenter Anpassungen und Verbesserungen nach der Einführung.

Den CIOs rät Handgrätinger dabei, sich nicht beim Thema Configuration Management unter Druck setzen zu lassen, da sie „ ..nicht unbedingt die neueste Komplettlösung installieren oder das nächste Konzept umsetzen müssen, um mit IT-Abteilungen des Wettbewerbs gleichzuziehen. Dennoch sind regelmäßige Überprüfungen der eigenen Situation im Unternehmen an diesem Punkt sinnvoll – zumal sich die Komplexität der IT erhöht und die IT-Abteilungen zunehmend einem Rechtfertigungsdruck hinsichtlich der Kostentransparenz ausgesetzt werden.“

Die komplette Studie „Configuration-Management 2010“ ist über den iTSMF unter www.ITSMF.de/studie.html. zu beziehen.