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Homeoffice: Pro und Contra

Homeoffice spaltet die Geister: Manche arbeiten seit fast einem Jahr fast ausschließlich von Zuhause aus und können es sich gar nicht mehr anders vorstellen. Andere müssen im Homeoffice arbeiten und können es nicht erwarten zurückzukehren ins Büro. Manche weigern sich auch schlicht zuhause zu bleiben und bei manchen ist Homeoffice so ungern gesehen, dass sie trotz Pandemie ins Büro kommen müssen. Wir haben uns Gedanken gemacht, was denn die konkreten Vor- und Nachteile sind.

Das spricht für Homeoffice

Weniger Ablenkung und effizientere Zusammenarbeit

Vielleicht sind Sie auch schonmal extra eine Stunde früher ins Büro gekommen als normal, in dem Wissen, dass Sie das Büro dann für sich haben? Für manche Arbeiten ist absolute Stille einfach wichtig. Kollegen, die vom Wochenende erzählen, oder Sie mit Fragen aus Ihrer Konzentration reißen, sind dafür wenig förderlich. Im Homeoffice haben wir Ruhe – Chat-Nachrichten und E-Mails können leichter ignoriert werden, als der Kollege, der einen persönlich anspricht. Auch die Meetings laufen digital in der Regel etwas effizienter ab, und auch die Menge der Meetings wird im Homeoffice auf das wirklich Notwendige reduziert.

Kein Pendeln und bessere Work-Life-Balance

Wenn Sie einen langen Arbeitsweg haben, fällt Ihnen sicherlich auf, dass Sie jeden Tag ein bisschen Zeit geschenkt bekommen. Sei es, dass Sie morgens länger schlafen können und dadurch fitter sind oder früher anfangen können zu arbeiten. Abends sparen Sie sich den Nachhause-Weg und sind so früher im Feierabend. Das Ausbleiben von Stau und vollen öffentlichen Verkehrsmitteln schont Ihre Nerven. Durch das Homeoffice gewinnen Sie tagsüber an Flexibilität. So können Sie den Einkauf z.B. in der Mittagspause erledigen und sich Ihre Zeit freier einteilen. Wenn das regenfreie Zeitfenster nachmittags ist, nutzen Sie dieses ganz einfach für Ihre Joggingrunde und arbeiten stattdessen abends länger.

Das spricht gegen Homeoffice

Der Teamspirit leidet

Die Kollegen jeden Tag im Büro zu sehen, sich gelegentlich an der Kaffeemaschine auszutauschen und gemeinsam zu Mittag zu essen, stärkt die kollegialen Beziehungen. Man lernt sich kennen und gegenseitig einzuschätzen. Trifft sich das Team nicht mehr persönlich, bemerken die einzelnen Mitglieder mögliche (Ver-)Stimmungen erst spät. Der Flurfunk bleibt aus, möglicherweise erfährt man gewisse Dinge erst deutlich später, als wenn man vor Ort wäre.  

Mangelnde Disziplin und Kontrolle

Manche kennen sicherlich das Problem: Wenn man zuhause arbeitet, läuft man Gefahr zwischendurch kurz die Wäsche zu machen. Dann klingeln Nachbarn und Paketboten, wobei man sich von ersteren leicht in ein Gespräch verwickeln lässt. Schließlich putzt man noch schnell das dreckige Fenster, das einen schon den ganzen Morgen stört. Wer nicht diszipliniert ist und sich gut motivieren kann, wird leicht abgelenkt. Auf Dauer schadet das der Arbeitsleistung. Und genau dies ist die Befürchtung vieler Manager: Sie haben kaum Kontrolle über ihre Mitarbeiter im Homeoffice und Sorge, dass diese nichts geschafft bekommen.

Die Grenzen verschwimmen

Andere können sich mit dem obenstehenden Punkt hingegen überhaupt nicht identifizieren, im Gegenteil: Bei ihnen führt das Homeoffice dazu, dass sie früher anfangen zu arbeiten, kürzere Pausen und später Feierabend machen. Für diese Leute wirkt sich das Büro und die Anwesenheit von Kollegen regulierend aus: Wenn sich das Büro abends leert, wird es wohl Zeit nach Hause zu gehen. Geregelte Bürozeiten helfen den Überblick über die Arbeitszeit zu behalten.

Wenn Homeoffice, dann sicher

Ob die Vor- und Nachteile überwiegen, hängt sicher von den individuellen Umständen ab. Wie weit ist der Arbeitsweg, wie eng ist die Zusammenarbeit mit dem Team, wie verhält es sich mit der eigenen Disziplin und was sagen die Führungskräfte? Für viele wird es auch nach der Krise angenehmer sein, weiterhin im Homeoffice zu arbeiten. Wahrscheinlich ist, dass es eine Mischform geben wird: Um die Vorteile aus beiden Welten zu haben, werden viele Arbeitnehmer sich entscheiden regelmäßig 1-2 Tage pro Woche im Homeoffice zu verbringen, die restlichen im Büro. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.

In jedem Fall, ist der Aspekt der IT-Sicherheit nicht zu vernachlässigen, sofern im Homeoffice gearbeitet wird. Die Arbeit außerhalb des Büros birgt Risiken, derer sich viele nicht bewusst sind. Die Awareness der Mitarbeiter muss deshalb in jedem Fall gesteigert werden. Einen Überblick über die sicherheitsrelevanten Themen gibt’s in unserer eintägigen Security Basics-Schulung, die wir als Partnerbeitrag für die Allianz für Cybersecurity anbieten.

09.02.2021

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