Der EU AI Act ist die weltweit erste umfassende gesetzliche Regelung für künstliche Intelligenz. Er beschäftigt nicht nur europäische Unternehmen, sondern wirft auch bei Firmen aus den USA, China und anderen Ländern wichtige Fragen auf: Darf man KI-Systeme aus dem Ausland weiter nutzen? Welche Pflichten entstehen dabei? Und was passiert bei Untätigkeit?
Der EU AI Act ist eine EU-Verordnung, die den Einsatz von KI-Systemen in der Europäischen Union reguliert. Er gilt für alle Unternehmen und Organisationen, die KI-Systeme in der EU entwickeln, vertreiben oder einsetzen – unabhängig vom Unternehmenssitz. Das Gesetz trat im August 2024 in Kraft und wird schrittweise bis 2026 vollständig anwendbar.
Der AI Act verfolgt einen risikobasierten Ansatz: Je höher das potenzielle Risiko eines KI-Systems, desto strenger die Anforderungen. Die Verordnung unterscheidet vier Risikoklassen: unannehmbares Risiko, hohes Risiko, begrenztes Risiko und minimales Risiko.
Ja, der EU AI Act hat eine ausdrücklich extraterritoriale Wirkung: Sobald ein KI-System in der EU eingesetzt wird oder seine Ergebnisse Personen in der EU betreffen, greift das Gesetz – unabhängig vom Standort des Anbieters. Ein Unternehmen in Tokio, New York oder Peking, das KI-Systeme an europäische Kunden verkauft, unterliegt denselben Anforderungen wie ein deutsches Unternehmen. Verstöße können Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes nach sich ziehen.
US-amerikanische KI-Anbieter müssen den EU AI Act einhalten, wenn sie ihre Systeme in der EU anbieten oder wenn deren Ergebnisse Personen in der EU betreffen – unabhängig von der Unternehmensgröße. Zu den Pflichten zählen Transparenzanforderungen, technische Dokumentation, Konformitätsbewertungen für Hochrisikosysteme und die Einhaltung von Verboten bestimmter KI-Praktiken. Europäische Unternehmen, die US-amerikanische KI-Tools einsetzen, tragen als Betreiber ebenfalls Verantwortung und sollten von ihren Anbietern entsprechende Konformitätsnachweise einfordern.
Für KI-Systeme aus China gelten dieselben Regeln wie für alle anderen Drittstaaten. In der Praxis stellt das besondere Herausforderungen dar, da viele chinesische KI-Systeme weniger transparent dokumentiert sind, was Konformitätsprüfungen erschwert. Europäische Unternehmen sollten daher besonders sorgfältig prüfen, ob Transparenz-, Datenschutz- und Dokumentationsanforderungen erfüllt werden – im Zweifel liegt die Verantwortung beim europäischen Betreiber.
Hochrisiko-KI-Systeme werden in sensiblen Bereichen eingesetzt und können erhebliche Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben. Dazu zählen unter anderem:
Für diese Systeme gelten strenge Pflichten: technische Dokumentation, Konformitätsprüfung, Registrierung sowie laufende Überwachung mit menschlicher Aufsicht. Wer solche Systeme aus dem Ausland importiert und in der EU einsetzt, übernimmt als Betreiber einen erheblichen Teil dieser Verantwortung.
Die Vorbereitung beginnt mit einer strukturierten Bestandsaufnahme: Welche KI-Systeme nutzt das Unternehmen, welcher Risikoklasse sind sie zuzuordnen, und wer ist verantwortlich? Ein sinnvoller Einstieg umfasst folgende Schritte:
Der AI Act verlangt nicht nur technische Maßnahmen, sondern auch ausreichende KI-Kompetenz bei Mitarbeitenden, die KI-Systeme einsetzen oder überwachen – von IT-Fachkräften bis zu Führungskräften.
Wir bei mITSM bieten praxisnahe Schulungen und Zertifizierungen an, die genau dort ansetzen, wo der Bedarf am größten ist. Unsere Zertifizierungen im KI-Bereich erfolgen über ICO-Cert als anerkannten Zertifizierungspartner. Unser Angebot hilft Ihnen dabei:
Unsere zertifizierten Trainer mit Beratungspraxis vermitteln nicht nur Theorie, sondern geben konkrete Handlungsempfehlungen – als Präsenz-, Online-Live- oder Inhouse-Schulung. Entdecken Sie unsere KI-Schulungen und bereiten Sie Ihr Team jetzt auf den EU AI Act vor.
Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und kann Fehler enthalten.