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KI-gesteuerte Roboterhand bei der Arbeit an einem Computer.
KI-Wissen

Der EU AI Act ist in aller Munde, aber ein konkretes Element bleibt oft im Schatten: das KI-Register der EU. Dabei ist es eines der praktischsten Werkzeuge der neuen KI-Regulierung. Wer KI-Systeme entwickelt, betreibt oder einsetzt, sollte wissen, was dieses Register bedeutet, wen es betrifft und wie man sich vorbereitet.

Was ist das KI-Register der EU?

Das KI-Register der EU ist eine öffentlich zugängliche Datenbank, in der bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme erfasst und dokumentiert werden müssen. Als zentrales Transparenzinstrument des EU AI Acts soll es sicherstellen, dass Bürgerinnen, Bürger und Behörden nachvollziehen können, welche KI-Systeme in sensiblen Bereichen eingesetzt werden.

Das Register wird von der Europäischen Kommission verwaltet. Unternehmen und Behörden, die bestimmte KI-Systeme einsetzen, sind verpflichtet, diese dort vor Inbetriebnahme einzutragen. Das Ziel: mehr Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen in den KI-Einsatz innerhalb der EU.

Welche KI-Systeme müssen im EU-Register eingetragen werden?

Eintragungspflichtig sind Hochrisiko-KI-Systeme im Sinne des EU AI Acts – Anwendungen, bei denen Fehler erhebliche Folgen für Menschen haben können. Der EU AI Act definiert diese in Anhang III. Dazu gehören unter anderem:

  • KI-Systeme zur biometrischen Identifizierung von Personen
  • KI in der Steuerung kritischer Infrastrukturen wie Strom- oder Wasserversorgung
  • KI-gestützte Entscheidungssysteme in der Bildung, etwa zur Bewertung von Schülerinnen und Schülern
  • KI-Systeme im Personalbereich, die Einstellungs- oder Beförderungsentscheidungen beeinflussen
  • KI in der Strafverfolgung, im Grenzmanagement und in der Justizverwaltung
  • KI-Systeme zur Kreditwürdigkeitsprüfung oder Bonitätsbewertung

Wichtig: Einfache Chatbots, Empfehlungsalgorithmen oder Tools zur Textzusammenfassung gelten in der Regel nicht als Hochrisiko-Systeme. Die genaue Einordnung erfordert jedoch eine sorgfältige Prüfung des jeweiligen Anwendungsfalls.

Wer ist für die Eintragung ins KI-Register verantwortlich?

Primär verantwortlich sind die Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen – Unternehmen oder Organisationen, die ein KI-System entwickeln und auf dem EU-Markt bereitstellen. In bestimmten Fällen trifft diese Pflicht auch die Betreiber, also diejenigen, die ein System in einem spezifischen Kontext einsetzen. Behörden müssen sich ebenfalls eintragen – selbst wenn sie als Betreiber auftreten, etwa bei KI zur Bearbeitung von Anträgen oder zur Risikoeinschätzung.

Was passiert, wenn ein Unternehmen das KI-Register ignoriert?

Wer die Registrierungspflicht ignoriert, riskiert Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – je nachdem, welcher Betrag höher ist. Hinzu kommen Reputationsschäden, die das Vertrauen von Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden nachhaltig beschädigen können.

Unwissenheit schützt nicht: Unternehmen sind selbst verantwortlich zu prüfen, ob ihre KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden. Eine fehlende Registrierung mit dem Argument mangelnder Kenntnis wird von Aufsichtsbehörden nicht akzeptiert.

Wie bereiten sich Unternehmen konkret auf das KI-Register vor?

Die Vorbereitung beginnt mit einer Bestandsaufnahme aller eingesetzten KI-Systeme, gefolgt von Risikoklassifizierung, Dokumentation und Registrierung. Konkret empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. KI-Inventar erstellen: Alle genutzten oder entwickelten KI-Systeme erfassen, auch eingekaufte Standardsoftware.
  2. Risikoklassifizierung durchführen: Jeden Anwendungsfall anhand der Kriterien des EU AI Acts prüfen und einordnen.
  3. Technische Dokumentation aufbauen: Für Hochrisiko-Systeme Zweck, Funktionsweise, Trainingsdaten und Risikobewertung zusammenstellen.
  4. Verantwortlichkeiten intern klären: Festlegen, wer für Registrierung und laufende Aktualisierung zuständig ist.
  5. Mitarbeitende schulen: Sicherstellen, dass relevante Teams die Anforderungen kennen und umsetzen können.

Wer frühzeitig schult, spart aufwändige Nacharbeiten und vermeidet kostspielige Fehler. KI-Kompetenz-Schulungen helfen dabei, das nötige Wissen im Team aufzubauen.

Wie wir Sie bei der Vorbereitung auf das KI-Register unterstützen

Als führender IT-Weiterbildungsspezialist im deutschsprachigen Raum bieten wir Schulungen und Zertifizierungen über ICO-Cert, die Ihr Team gezielt auf die Anforderungen des EU AI Acts vorbereiten:

  • Grundlagen des EU AI Acts und der KI-Regulierung in Europa verständlich erklärt
  • Praktische Methoden zur Risikoklassifizierung von KI-Systemen
  • Aufbau von Dokumentations- und Compliance-Prozessen für Hochrisiko-KI-Systeme
  • Flexible Formate: Präsenztraining, Online-Live-Seminar oder Inhouse-Lösung

Schauen Sie sich unser Schulungsangebot im Bereich KI-Kompetenz an und sprechen Sie uns direkt an. Wir helfen Ihnen, Ihr Unternehmen fit für das KI-Register zu machen – bevor es teuer wird.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und kann Fehler enthalten.

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