Künstliche Intelligenz gehört in vielen Unternehmen bereits zum Arbeitsalltag – als Chatbot, Analyse-Tool oder automatisiertes Entscheidungssystem. Seit dem EU AI Act gelten in Europa verbindliche Regeln – nicht nur für Entwickler und Anbieter, sondern auch für Unternehmen und ihre Beschäftigten.
KI-Systeme im Sinne des EU AI Act sind Softwaresysteme, die auf Basis von Daten trainiert werden und Ausgaben wie Vorhersagen, Empfehlungen oder Entscheidungen erzeugen, die reale Auswirkungen auf Menschen oder Prozesse haben können. Der EU AI Act klassifiziert diese Systeme nach Risikoklassen: von minimalem bis zu inakzeptablem Risiko.
Hochrisiko-KI-Systeme – etwa bei Personalauswahl, Kreditvergabe oder medizinischer Diagnose – unterliegen besonders strengen Anforderungen. Ein Spam-Filter gilt als risikoarm, ein automatisiertes Bewerbungsmanagementsystem dagegen als Hochrisiko-System. Unwissenheit schützt nicht vor Verantwortung.
Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen, tragen Mitverantwortung für deren korrekten Einsatz. Sie müssen die Zweckbestimmung kennen, das System nur für vorgesehene Anwendungsfälle nutzen und Fehlfunktionen melden. Konkret bedeutet das:
Besonders unterschätzt wird die Nutzung öffentlicher KI-Tools wie ChatGPT für berufliche Aufgaben: Dabei können vertrauliche Unternehmensdaten nach außen gelangen – ein Datenschutzproblem mit möglichen rechtlichen Konsequenzen.
KI-Kompetenz bedeutet, KI-Systeme zu verstehen, sicher zu bedienen und ihre Ergebnisse kritisch einzuordnen – nicht Algorithmen zu programmieren. Der EU AI Act schreibt vor, dass Unternehmen ausreichende KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter sicherstellen müssen. Diese AI Literacy umfasst:
Da sich KI-Technologien schnell weiterentwickeln, ist KI-Kompetenz kein einmaliges Schulungsziel, sondern ein fortlaufender Lernprozess. Eine gezielte KI-Kompetenz-Schulung hilft, diesen Anforderungen systematisch gerecht zu werden.
Sensible Kunden- oder Unternehmensdaten in externe KI-Systeme einzugeben kann gegen die DSGVO verstoßen und zu empfindlichen Bußgeldern führen. KI-Systeme können falsch liegen, diskriminieren oder auf veralteten Daten basieren – besonders heikel bei Personalentscheidungen, Kreditvergabe oder medizinischen Empfehlungen. Der EU AI Act sieht bei Verstößen Bußgelder vor, die sich am Jahresumsatz orientieren.
Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen – besonders beim Einsatz von Hochrisiko-KI – zur gezielten Vorbereitung ihrer Mitarbeiter durch klare Richtlinien und Schulungen. Ein strukturierter Ansatz umfasst:
Die Verantwortung liegt auf mehreren Ebenen: Die Unternehmensführung trägt die Gesamtverantwortung, IT und Compliance setzen die Rahmenbedingungen um, und jeder Mitarbeiter ist im eigenen Arbeitsbereich zuständig. In größeren Unternehmen empfiehlt sich ein dedizierter KI-Beauftragter oder AI Officer, der den EU AI Act koordiniert und den Wissensstand der Belegschaft sicherstellt.
Wir bei mITSM unterstützen Sie dabei, die Anforderungen des EU AI Act praxisnah umzusetzen. Unsere Schulungen zur KI-Kompetenz richten sich an Beschäftigte aller Ebenen und vermitteln das nötige Wissen für einen sicheren und regelkonformen KI-Einsatz:
Unsere Trainings sind flexibel als Präsenztraining, Online-Live-Schulung oder Inhouse-Seminar buchbar und werden von zertifizierten Experten durchgeführt. Sprechen Sie uns an und finden Sie heraus, welches Format am besten zu Ihrem Unternehmen passt.
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