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KI-Wissen

Was sind die Aufgaben eines KI-Beauftragten im Unternehmen?

Ein AI Officer ist die Person in einem Unternehmen, die den Einsatz von künstlicher Intelligenz auf vertrauenswürdige und regelkonforme Weise koordiniert, überwacht und verantwortet. Die Rolle umfasst die Einführung und Pflege eines KI-Managementsystems, die Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen wie dem EU AI Act sowie die Steuerung interner KI-Governance-Strukturen. Die folgenden Abschnitte beleuchten die wichtigsten Fragen rund um diese Funktion im Unternehmenskontext.

Welche Qualifikationen braucht ein AI Officer?

Ein AI Officer benötigt ein solides Verständnis der Grundlagen künstlicher Intelligenz, Kenntnisse relevanter Standards wie ISO 42001 sowie einen fundierten Überblick über den rechtlichen Rahmen – insbesondere den EU AI Act. Detailliertes technisches Fachwissen ist weniger entscheidend als die Fähigkeit, KI-Risiken einzuschätzen, Governance-Strukturen aufzubauen und verschiedene Stakeholder innerhalb der Organisation zu koordinieren.

Konkret sollte ein AI Officer in der Lage sein, ein KI-Managementsystem (AIMS) einzuführen und weiterzuentwickeln. Dazu gehören das Verständnis von KI-Rollen und -Verantwortlichkeiten im Unternehmen, die Durchführung von Risikoanalysen sowie die Erstellung und Pflege eines KI-Inventars. Kenntnisse der Anforderungen der ISO 42001 bilden hierfür eine solide fachliche Grundlage.

Darüber hinaus sind ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten unerlässlich: Der AI Officer muss Bedenken aus der Belegschaft aufnehmen, das Top-Management über die Leistung des KI-Managementsystems informieren und gleichzeitig als interne Anlaufstelle für KI-Compliance-Fragen fungieren. Ein Hintergrund im Risiko- oder Qualitätsmanagement ist häufig ein hilfreicher Vorteil.

Wie unterscheidet sich ein AI Officer von einem Datenschutzbeauftragten?

Der wesentliche Unterschied liegt im Verantwortungsbereich: Während der Datenschutzbeauftragte die Einhaltung des Datenschutzrechts – insbesondere der DSGVO – sicherstellt, ist der AI Officer für die gesamte Governance und das Management von KI-Systemen im Unternehmen verantwortlich. Beide Rollen überschneiden sich dort, wo KI-Systeme personenbezogene Daten verarbeiten, sind aber grundsätzlich voneinander unabhängige Funktionen.

Der Datenschutzbeauftragte handelt auf Basis eines klar definierten gesetzlichen Mandats und konzentriert sich auf Datenverarbeitungsaktivitäten, Betroffenenrechte und Meldepflichten gegenüber Behörden. Der AI Officer hingegen verantwortet ein breiteres Aufgabenspektrum: die Bewertung von KI-Systemen nach ihrer Risikoklasse, die Koordination der Implementierung eines KI-Qualitätsmanagementsystems sowie die Sicherstellung, dass KI-Entscheidungen transparent und vertrauenswürdig bleiben.

In der Praxis arbeiten beide Rollen eng zusammen – etwa wenn ein Hochrisiko-KI-System personenbezogene Daten verarbeitet und sowohl datenschutz- als auch KI-regulatorische Anforderungen erfüllt werden müssen. In kleineren Unternehmen kann eine Person beide Funktionen übernehmen, sofern die jeweiligen Aufgaben klar und getrennt dokumentiert sind.

Wann sollte ein Unternehmen einen AI Officer benennen?

Ein Unternehmen sollte spätestens dann einen AI Officer benennen, wenn es KI-Systeme entwickelt, betreibt oder als Hochrisiko-KI im Sinne des EU AI Act einstuft. Doch auch unterhalb dieser gesetzlichen Schwelle ist die Rolle sinnvoll, sobald KI-Anwendungen in relevanten Geschäftsprozessen eingesetzt werden und sich daraus Governance-, Risiko- oder Compliance-Fragen ergeben.

Konkrete Auslöser für die Einführung der Rolle können sein:

  • Einsatz von KI in Entscheidungsprozessen, die Mitarbeitende oder Kunden betreffen
  • Nutzung von KI-Tools, die in den Anwendungsbereich des EU AI Act fallen
  • Geplante AIMS-Zertifizierung nach ISO 42001
  • Eine wachsende Anzahl von KI-Systemen im Unternehmen ohne klare Verantwortlichkeiten
  • Zunehmende regulatorische Anforderungen im eigenen Marktsegment

Unternehmen, die KI strategisch einsetzen möchten, profitieren davon, die Rolle frühzeitig zu besetzen, da ein AI Officer auch dabei hilft, eine fundierte KI-Strategie zu entwickeln, Use Cases zu priorisieren und eine unternehmensweite KI-Kultur aufzubauen.

Welche Verantwortlichkeiten trägt ein AI Officer gemäß dem EU AI Act?

Gemäß dem EU AI Act, der seit dem 2. Februar 2025 in Kraft ist, tragen Anbieter und Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen spezifische Pflichten – und der AI Officer ist intern für deren Umsetzung verantwortlich. Dazu gehören insbesondere die Einrichtung eines KI-Risikomanagementsystems, die Sicherstellung der technischen Dokumentation sowie die Überwachung der Leistung von KI-Systemen nach der Markteinführung.

Der AI Officer stellt sicher, dass das Unternehmen seine gesetzlichen Pflichten kennt und einhält. Verstöße gegen die KI-Verordnung können erhebliche Bußgelder nach sich ziehen, weshalb die Rolle eine direkte Schutzfunktion für das Unternehmen erfüllt. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

  • Klassifizierung der eingesetzten KI-Systeme nach Risikoklassen
  • Aufbau und Pflege eines KI-Risikomanagementsystems
  • Sicherstellung der Systemdokumentation für regulatorische Zwecke
  • Pflege des Compliance-Mappings, insbesondere hinsichtlich der Risikoklasse gemäß der KI-Verordnung
  • Unterstützung des Incident-Managements bei KI-bezogenen Vorfällen

Darüber hinaus muss der AI Officer sicherstellen, dass die internen Governance-Strukturen mit den Anforderungen des EU AI Act in Einklang stehen – etwa durch die Definition von Verantwortlichkeiten, Berichtslinien und Eskalationspfaden.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines AI Officers konkret aus?

Der Arbeitsalltag eines AI Officers ist vielfältig und bewegt sich zwischen strategischer Planung, operativem Monitoring und interner Kommunikation. Der AI Officer koordiniert KI-Initiativen, pflegt das KI-Inventar, bewertet die Risiken neuer KI-Anwendungen und stellt sicher, dass alle relevanten Stakeholder informiert und eingebunden sind.

Typische Alltagsaufgaben umfassen:

  • Pflege und Aktualisierung des KI-Inventars mit allen im Unternehmen eingesetzten KI-Systemen
  • Bewertung neuer KI-Use-Cases hinsichtlich Machbarkeit, Risiken und Compliance-Anforderungen
  • Überprüfung der KI-Richtlinie auf Aktualität und Wirksamkeit
  • Koordination mit IT, Legal, Datenschutz und Fachabteilungen in KI-bezogenen Angelegenheiten
  • Entgegennahme und Bearbeitung von Bedenken der Belegschaft zu KI-Systemen
  • Berichterstattung an das Top-Management über den Status des KI-Managementsystems

Auf strategischer Ebene entwickelt der AI Officer messbare KI-Ziele, leitet daraus Maßnahmen ab und überwacht deren Umsetzung. Dabei arbeitet der AI Officer eng mit dem Leitungsgremium zusammen, das seinerseits für die Governance-Strukturen rund um KI-Aufsicht, KI-Entscheidungsfindung und Datennutzung verantwortlich ist. Der Einsatz einer RACI-Matrix hat sich bewährt, um Verantwortlichkeiten zwischen dem AI Officer, dem Risikomanagement und den Asset-Ownern klar zu definieren.

Wie wirst du AI Officer – welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Der effektivste Weg in die Rolle des AI Officers führt über eine strukturierte Weiterbildung, die sowohl die technischen Grundlagen künstlicher Intelligenz als auch die normativen und rechtlichen Dimensionen abdeckt. Die international anerkannte Zertifizierung als ISO 42001 AI Officer (AIMS Officer) ist der direkte Einstieg in die Rolle und vermittelt genau das Wissen, das für den Aufbau und Betrieb eines KI-Managementsystems benötigt wird.

Relevante Inhalte solcher Weiterbildungen umfassen:

  • Grundlagen der KI und ihre Chancen und Risiken im Unternehmenskontext
  • Der Unterschied zwischen KI-Governance und KI-Management
  • Mindestanforderungen der ISO 42001 an ein KI-Managementsystem
  • Maßnahmen aus Anhang A der ISO 42001, insbesondere zu internen Rollen und Ressourcen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere der EU AI Act und KI-Compliance
  • Verwandte Standards und Frameworks

Wer tiefer einsteigen möchte, kann im Anschluss eine Weiterbildung als KI-Manager absolvieren, die strategische Themen wie KI-Strategie, Use-Case-Priorisierung und Change Management abdeckt. Für Unternehmen, die ihre gesamte KI-Governance überprüfen lassen möchten, besteht zudem die Möglichkeit eines ISO 42001 Audits.

Wie mITSM dich bei der Qualifizierung als AI Officer unterstützt

Wir bei mITSM bieten ein strukturiertes Weiterbildungsportfolio zu KI-Governance, KI-Management und ISO 42001, das sowohl Einsteiger als auch erfahrene Fachkräfte auf die Rolle des AI Officers vorbereitet. Unsere Trainer sind zertifizierte Experten, die KI-Management nicht nur in der Theorie kennen, sondern es aktiv in der Praxis anwenden.

Ein Überblick über unser Angebot:

  • ISO 42001 AI Officer (AIMS Officer): Zertifizierungskurs mit Prüfung über ICO-Cert, der alle Kernkompetenzen für die Rolle abdeckt
  • KI-Manager-Weiterbildung: Vertiefende Ausbildung in KI-Strategie, KI-Compliance und operativem KI-Management
  • Flexible Formate: Präsenztraining, Online-Live-Training und Inhouse-Durchführung bei dir vor Ort
  • Persönliche Zertifizierungen über ICO-Cert: International anerkannte Personenzertifizierungen, die deinen Marktwert auf dem Arbeitsmarkt spürbar steigern

Ob du als Einzelperson den Einstieg in eine neue Rolle suchst oder als Unternehmen KI-Kompetenzen aufbauen möchtest: Wir begleiten dich auf diesem Weg mit praxisnahen Inhalten und anerkannten Qualifikationen. Melde dich direkt bei uns und finde heraus, welches Format am besten zu deinen Anforderungen passt.

Dieser Inhalt wurde mithilfe von KI erstellt und kann Fehler enthalten.

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