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KI-Wissen

Darf man ChatGPT und andere KI-Tools weiterhin nutzen?

Generative KI-Tools wie ChatGPT haben sich in kürzester Zeit in vielen Arbeitsbereichen etabliert – ob für das Schreiben von Texten, das Zusammenfassen von Dokumenten oder das Lösen von Programmierproblemen. Gleichzeitig stellen sich berechtigte Fragen rund um Datenschutz, rechtliche Zulässigkeit und sichere Nutzung. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten davon.

Was ist ChatGPT und wie funktionieren KI-Tools?

ChatGPT ist ein KI-gestützter Chatbot von OpenAI, der auf großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) basiert. Diese Modelle wurden mit riesigen Textmengen trainiert und können menschenähnliche Texte generieren, Fragen beantworten und Inhalte zusammenfassen. Das Prinzip dahinter nennt sich generative KI.

Wichtig: In der kostenlosen Version von ChatGPT können Eingaben zur Weiterentwicklung des Modells verwendet werden, was datenschutzrechtlich relevant ist. Neben ChatGPT gibt es weitere Tools wie Microsoft Copilot oder Google Gemini, die nach ähnlichem Prinzip funktionieren, sich aber in Datenschutzstandards und Systemintegration unterscheiden.

Darf man ChatGPT am Arbeitsplatz legal nutzen?

Die Nutzung von ChatGPT am Arbeitsplatz ist grundsätzlich nicht verboten. Ob sie im jeweiligen Unternehmen erlaubt ist, hängt von internen Richtlinien und geltenden Datenschutzgesetzen ab. Ohne explizite Freigabe sollten keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten in öffentliche KI-Tools eingegeben werden.

Was sagen Betriebsrat und Arbeitsrecht?

In Deutschland hat der Betriebsrat bei der Einführung von KI-Tools ein Mitbestimmungsrecht, wenn diese die Arbeitsweise wesentlich beeinflusst. Unternehmen sollten daher transparente Nutzungsrichtlinien gemeinsam mit dem Betriebsrat entwickeln.

Welche Datenschutzrisiken entstehen bei der Nutzung von KI-Tools?

Die größten Risiken entstehen durch das unbedachte Eingeben personenbezogener oder vertraulicher Daten. Namen, E-Mail-Adressen, Gesundheitsdaten oder interne Dokumente können auf Servern außerhalb der EU gespeichert und verarbeitet werden. Konkrete Risiken im Überblick:

  • Weitergabe von Kundendaten an externe Anbieter ohne Einwilligung
  • Speicherung von Eingaben auf Servern außerhalb der EU
  • Nutzung von Eingaben zur Modellverbesserung ohne Opt-out
  • Verlust der Kontrolle über vertrauliche Unternehmensinformationen

Grundregel: Niemals echte personenbezogene Daten eingeben – stattdessen mit anonymisierten oder fiktiven Beispielen arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen kostenloser und Enterprise-KI?

Der wichtigste Unterschied liegt im Datenschutz. Kostenlose Versionen können Eingaben zur Modellverbesserung nutzen und bieten keine DSGVO-Garantien. Business-Varianten wie Microsoft Copilot for Microsoft 365 oder ChatGPT Enterprise bieten unter anderem:

  • Keine Nutzung der Eingaben für das Modelltraining
  • Verarbeitung in europäischen Rechenzentren (je nach Anbieter)
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß DSGVO
  • Erweiterte Sicherheits- und Compliance-Funktionen

Wie können Unternehmen KI-Tools sicher und regelkonform einsetzen?

Unternehmen können KI-Tools sicher einsetzen, indem sie klare interne Richtlinien definieren, geeignete Enterprise-Lösungen wählen und ihre Mitarbeitenden schulen. Praktische Schritte:

  1. KI-Richtlinie erstellen: Klare Vorgaben, welche Tools genutzt werden dürfen und welche nicht.
  2. Datenschutzprüfung durchführen: Vor dem Einsatz prüfen, ob ein AVV abgeschlossen werden kann.
  3. Mitarbeitende sensibilisieren: Regelmäßige Schulungen zu Datenschutz und sicherem KI-Einsatz.
  4. Enterprise-Lösung bevorzugen: Für produktive Nutzung auf Business-Varianten setzen.
  5. Keine echten Daten eingeben: Grundregel für alle, die mit öffentlichen KI-Tools arbeiten.

So unterstützen wir dich beim sicheren Umgang mit KI-Tools

Wir bei mITSM bieten praxisnahe Schulungen und Zertifizierungen, die dir und deinem Team helfen, generative KI sicher und regelkonform einzusetzen.

  • Praxisorientierte KI-Trainings mit zertifizierten Experten
  • Schulungen zu KI-Grundlagen, Prompt Engineering und Datenschutz im KI-Kontext
  • Flexible Formate: Präsenztraining, Online-Live-Schulung oder Inhouse-Seminar
  • Zertifizierungen über ICO-Cert als anerkannten Zertifizierungspartner

Schau dir unser Schulungsangebot im Bereich KI-Kompetenz an und finde die passende Weiterbildung für dich und dein Unternehmen.

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